Umzugstipps: Ausmisten mit System – so funktioniert’s

Der Umzug ist fest geplant, die Vorbereitungen sind in vollem Gange – doch jetzt steht das schwierigste Thema an: Nämlich das Ausmisten. Hier stellt sich nicht selten die Frage: Was kann weg, was muss bleiben? Vielfach fällt die Entscheidung alles andere als leicht, daher ist Ausmisten mit System besonders wichtig.
Umzugskartons

Dachboden und Keller zuerst aufräumen

Beim Ausmisten mit System machen wir uns zuerst an die Räume, die ohnehin selten benutzt werden und dementsprechend oft als Lagerraum für alle Dinge dienen, die man zwar nicht braucht, von denen man sich aber nicht trennen will. Nicht selten finden sich dort alte Computermonitore, die längst nicht mehr funktionieren oder Spielzeug aus den eigenen Kindertagen. Was nicht mehr benötigt wird und keinen emotionalen Wert mehr hat, sollte rigoros entsorgt werden. 

Keine Sorge, man muss nicht zwingend zum nächsten Wertstoffhof fahren und alles selbst dorthin bringen. Für große Mengen kann man stattdessen eine Schrottabholung für den Umzug beauftragen. Das hat den Vorteil, dass für einige Teile sogar noch Geld gezahlt wird, was in Zeiten des Umzugs sicher dringend benötigt wird. 

Schränke schnell ausräumen – so geht’s 

Wer Dachboden und Keller hinter sich gebracht hat, macht sich an die Schränke. Als Faustregel gilt: Je länger man in einer Wohnung gelebt hat, desto mehr unnütze Dinge sammeln sich dort an. Da sie aber ungesehen in Schubladen und Co. lagern, werden sie oft vergessen. Daher kommen beim Ausräumen der Schränke oft Erinnerungen auf und die wenigsten können sich dagegen wehren, in diesen zu schwelgen. Das kostet aber unnötig Zeit, die während des Umzugs natürlich Mangelware ist.

Um diesen Zeitfresser zu umgehen, sollte man sich ein festes Zeitlimit setzen, zum Beispiel maximal zehn Minuten pro Schublade oder Schrankfach. Wichtig ist, dass man sich an dieses Limit auch hält, denn sonst läuft man Gefahr, unnötige Dinge doch nicht zu entsorgen. Am besten stellt man den Küchenwecker oder nutzt die Weckfunktion am Smartphone, um sich selbst zu prüfen.

Was kommt wohin?

Beim Ausmisten ist es wichtig, dass man sich sofort entscheidet, ob die Sachen behalten werden oder wegkommen. Das Drei-Boxen-System hat sich hier bestens bewährt. Es werden dafür drei Umzugskisten oder Boxen benötigt, man kann aber auch einfach Stapel machen. 

Diese stehen für:

Was definitiv behalten werden soll, wie etwa die aktuelle Lieblingskleidung, die auch ständig getragen wird, sollte in die erste Box bzw. auf den ersten Stapel gelangen. Bei allen anderen Teilen sollte man genau überlegen: Trägt man den Pulli aus dem Jahr 2000 wirklich noch oder kann er doch eher weg? Als Faustregel gilt: Kleidung, die über ein Jahr nicht mehr getragen wurde, kann weg. Bei den Dingen, bei denen man sich unsicher ist, kann man den dritten Stapel anlegen. Aber Obacht: Nicht einfach möglichst viel auf diesen Stapel legen, nur um in der Zeit zu bleiben. Dann trennt man sich nämlich doch nicht von vielen unnützen Dingen.

Möbel ausmisten?

Vielfach müssen auch Möbel beim Umzug dran glauben. Sie haben ihre besten Zeiten schon lange überstanden und eignen sich nicht mehr für die neue Wohnung. Oder aber sie passen aus platztechnischen Gründen nicht. Hier ist der Sperrmüll gefragt, der individuell avisiert werden kann. Gut erhaltene Stücke können auch gespendet oder verkauft werden (Siehe: Soziale Kaufhäuser).