Brandenburg verlassen und nach Berlin umziehen?

Demografischer Wandel in Brandenburg

In den Medien hören wir immer wieder vom Demografischen Wandel. Immer mehr Bürger zieht es in die Stadt. Nun kommen immer wieder neue Tatsachen ans Licht. Könnte es sein, das der Wandel vielleicht gar nicht so freiwillig geschieht, wie uns immer glauben gemacht werden soll? Unser Blick fällt hierzu nach Brandenburg. In diesem Bundesland lassen sich viele Dörfer erkennen, die trostlos dahinvegetieren. Investitionen oder Erhaltungskosten erfolgen schon lange nicht mehr. Wenn, dann nur noch, um den gesetzlichen Rahmen zu erfüllen. Nun fordert ein Wissenschaftler das, was Politiker sich schon seit Langem heimlich wünschen.Schloss Rheinsberg in Brandenburg

Im Klartext gesagt: Die Alten sollen endlich die Dörfer verlassen, damit die verbleibenden Menschen nicht weiterhin noch mehr Geld kosten …

Berlin bekommt immer mehr

Berlin ist eine boomende Stadt, die beinahe 24 Stunden am Tag pulsiert. Nachdem die restlichen Mauerstücke nach und nach entfernt werden, gewinnen die ehemals geteilten Stadtteile einen völlig neuen Glanz. Im Jahr 2013 gab es über 48.000 Menschen nach Berlin umzogen. Selbst im direkten Umland wie Falkensee (neben Spandau) hat sich in den letzten 2. Jahrzehnten die Bürgerschaft auf 42.539 Personen verdoppelt. Viele der Neubürger kommen direkt aus den eher spärlich besiedelten Regionen, entfernt von Berlin. Also auch aus den Dörfern in Brandenburg.

Prämien um Alte zu vertreiben
Nun werden die Dörfer, die immer weniger Einwohner aufweisen, vor allem zu einem finanziellen Problem. Solange dort Bürger wohnten, verschlingen diese Gebiete viel Geld. Geld, das Brandenburg längst nicht mehr hat. Nun hat Reiner Klingholz (Demografie Experte vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung der Märkischen Oderzeitung) einen Vorschlag gemacht, der viele Bürger enorm entzürnen dürfte.
Freundlich ausgedrückt: Der Niedergang der Dörfer soll durch Prämien gesteuert werden und dadurch massiv in den Fokus rücken. Die noch verbleibenden, vor allem älteren Menschen, sollen für den Umzug in die Stadt eine Prämie erhalten.

Ein Vorschlag, der die Schwächsten der Gesellschaft treffen würde. Menschen, die gerne in ihrer alten Umgebung den letzten Lebensabend genießen wollen, doch immer öfters zum Umzug genötigt werden. Das Potsdamer Infrastrukturministerium bewertet den Vorschlag des Wissenschaftlers jedoch als eine naive Idee, von jemandem, der keine Ahnung von der eigentlichen Realität vor Ort hat. Dennoch bleibt der demografische Wandel weiterhin ein beherrschendes Thema.- Nicht nur in Brandenburg.